Fabian Kaletschke und Elijah Rosenfeld entschieden sich als eine der ersten für den Studiengang Nachhaltige BWL an unserer Hochschule.
Ihr Ziel: Wissen, wie Wirtschaft funktioniert und im Beruf mehr bewegen als Geld.

BWL for future: Bring Nachhaltigkeit in die Welt

Hochschuleigener Bahnsteig – kurze Wege

Vom hochschuleigenen Bahnsteig bis zum Campus Stendal sind es nur wenige Meter. Überhaupt sind hier alle Wege kurz: vom Audimax zu den Seminarräumen, vom Wohnheimzimmer in die Mensa. Der Mathe-Kurs von Fabian und Elijah sitzt entspannt im Grünen Klassenzimmer. Studieren im Grünen ist in der warmen Jahreszeit in Stendal oft ernst gemeint: Die altbekannte Frage „Können wir heute draußen Unterricht machen?“ muss oft gar nicht gestellt werden, man trifft sich gleich im Amphitheater unter Bäumen.

Die aktuell rund 20 eingeschriebenen Studis der Nachhaltigen Betriebswirtschaftslehre kommen gut durch den Stoff. Eine Pause ist für den Kursleiter Dr. Jürgen Bennies okay – übrigens der einzige Dozent, der den Lehrpreis für herausragende und verständliche Lehre der Hochschule zweimal bekommen hat. Und das in seinen Fächern Mathe und Statistik.

Nachhaltige BWL – Mehr Zeitgeist in der Wirtschaft

"Ich wollte schon immer BWL studieren", antwortet Fabian auf die Frage, warum er sich das Studium an der h2 entschieden hat, und betont zugleich: "Das Thema Nachhaltigkeit wurde für mich schon in der Schule immer wichtiger und hier gab es das einzige passende Studienangebot dazu." Für Elijah war es etwas anders: "Eigentlich wollte ich in Richtung Personal gehen", so der gebürtige Altmärker. Da sein Vater eine eigene Firma führt, wollte er außerdem verstehen lernen, wie Unternehmen funktionieren. Beide finden im Studiengang Antworten und neue Anregungen für die Themen, mit denen sie in ihr Studium starteten. Vielleicht finden sie unterwegs auch neue Aspekte, in die sie sich vertiefen werden.

Die eigene Idee in der Praxis

Und wie haben die beiden den Studienstart erlebt, so kurz nach dem Abitur? "Natürlich ist etwas anderes zu studieren, aber auch machbar", sagt Elijah, der sich gern an seine Ersti-Woche erinnert. Sie ist fester Bestandteil des Hochschulprogramms mit feierlicher Begrüßung, Einführungsveranstaltungen, Begleitung durch Mentoren und natürlich Erstsemester-Party. Fachlich beginnt das Studium mit Grundlagen der BWL, aber auch schon sehr praxisnahen Themen. "Am meisten hat mich bis jetzt Projektprozessmanagement begeistert", erzählt Fabian von der Veranstaltung, in der die Studierenden an einem eigenen Start-up arbeiten – von der ersten Idee bis zur Verwirklichung: "Meine Gruppe hatte sich einen Shopping-Assistent überlegt, der zum Einkauf im Supermarkt mit möglichst kurzen Wegen berät." Entscheidend für die Aufgabe war es, wirtschaftliche und nachhaltige Faktoren zu berücksichtigen, wie es im gesamten Curriculum üblich ist.

Leben auf dem Campus

Noch während der Mathekurs läuft, ist im Hintergrund der Campus in Bewegung: Zelte und Tische werden aufgestellt, ein Eiswagen rollt vorbei, ein LKW bringt Veranstaltungstechnik. Heute Abend ist Campusfest – das erste seit Beginn der Corona-Pandemie. Wenn Fabian seine Mittwochsveranstaltungen absolviert hat, wird er dort mit anderen Kommiliton:innen und Freunden hingegen. "Mir gefällt, dass hier immer etwas los ist, es gibt viele studentische Initiativen", sagt der Oranienburger, der auch eines der begehrten Wohnheimzimmer bezogen hat.

BWL studieren – mit den UN-Nachhaltigkeitszielen

"Unsere Studierenden lernen, was hinter dem Nachhaltigkeitsbegriff steckt und wie man ihn zahlenmäßig darstellen kann," erklärt der Studiengangsleiter Prof. Dr. Burkhard von Velsen, der sich zu den Studierenden auf die Steintreppen im Grünen Klassenzimmer gesetzt hat. Er wird heute Abend ebenfalls beim Campusfest sein, um sich mit Kolleg:innen und Studierenden auszutauschen. In Stendal sind auch diese Wege kurz. "In jeder Veranstaltung spielt wenigstens eines der 17 UN- Nachhaltigkeitsziele eine Rolle", erklärt er zum Studiengang. Das könne nachhaltiger Konsum, nachhaltige Produktion, saubere Energie, menschenwürdige Arbeit oder auch weniger Ungleichheit sein. Im Englisch-Unterricht wird anhand von Case Studies über Sustainability gesprochen.

Digital Business, Personalmanagement, Wirtschaftspsychologie

Welche Vertiefungsrichtung Fabian und Elijah wählen werden, steht noch nicht zu 100 Prozent fest. Elijah wird sich sehr wahrscheinlich für Personalmanagement entscheiden – neben DigitalBusiness und Wirtschaftspsychologie eine von drei Möglichkeiten. Und was will er damit bewegen? "Sollte es dabei bleiben, würde ich gern etwas beim Thema Gleichberechtigung erreichen." Er kann sich das sowohl in einem Start-up als auch in einem großen Unternehmen vorstellen.

Sicher im Job oder mutig im Gründergeist?

In jedem Fall sind die beruflichen Aussichten der Absolvent:innen von Nachhaltige BWL gut. "Nachhaltigkeit spielt schon jetzt in vielen Qualifikationsprofilen eine Rolle und es werden viele weitere Job-Profile in diesem Bereich entstehen", ist sich von Velsen sicher. Zudem werden die Studierenden zu eigenen Gründungen motiviert und von vielen Hochschulrichtungen unterstützt. Von Velsen: "Wir wünschen uns, dass die Wege der Studierenden nachhaltig und einzigartig sind."

Informationen und Kontakt

Der Campus Stendal der h2 ist aus vielen Richtungen mit der Bahn gut erreichbar (von Berlin Spandau 37 Minuten, von Magdeburg 40 Minuten – eigener Bahnhalt inklusive). Auf einigen Strecken genügt das Semesterticket. Das Studium schließt mit einem Bachelor of Arts ab und dauert in der Regel 7 Semester. Es gibt keine Zulassungsbeschränkung.

Wer am 1.10., also zum Wintersemester mit dem Studium beginnen möchte, kann bis zum 15. September bewerben, dann ist Bewerbungsschluss. Genaueres erfährst du auf der Seite des Studiengangs Nachhaltige Betriebswirtschaftslehre

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