Damit uns das Wasser nicht bis zum Hals steht: Was Wasserwirtschaft kann

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Prof. Dr.-Ing. Daniel Bachmann ist an der Hochschule Magdeburg-Stendal Professor für Hydromechanik, hydrodynamische Modellierung und Hochwasserrisikomanagement im Fachbereich Wasser, Umwelt, Bau und Sicherheit. Im Gespräch spricht er über seinen Werdegang, worum es in der Wasserwirtschaft geht und über die Herausforderungen, vor denen diese steht.

 

Was macht Wasserwirtschaft aus?
Wasserwirtschaft hat sehr viel mit unserer Ressource Wasser zu tun. Gerade in den letzten Jahren hat man gelernt, dass es zu viel Wasser geben kann – wie im Ahrtal beispielsweise; aber auch zu wenig Wasser. Vergangenes Jahr sind wir gerade so am Niedrigwasserereignis entlanggestreift. Das betrifft natürlich die Menschen. Es sind Herausforderungen, die die Wasserwirtschaft bewältigen muss. Da geht es um die Trinkwasservorsorgung. Darum, dass unser Wasser sauber bleibt. Wie gehen wir mit unserem Abwasser um? Leiten wir das einfach in den Fluss oder behandeln wir es? Wie gehen wir mit zu viel oder zu wenig Wasser um? Wasser ist eine absolut wichtige Ressource und man wird das immer brauchen, das ist ganz klar.

Was war Ihr Weg zur Professur?
Ich habe Bauingenieurswesen mit dem Schwerpunkt Wasserbau in Aachen studiert – da war ich schon sehr wasseraffin. In der Diplomarbeit habe ich gemerkt, dass mir das Forschen Spaß macht und ich war dann 14 Jahre am Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft an der RWTH Aachen, habe dort promoviert und geforscht. Danach bin ich nochmal in die freie Wirtschaft gegangen – in die Niederlande, nach Delft zur Firma Deltares. Dort war ich vier Jahre lang und habe auch im Bereich Hochwasserrisikomanagement gearbeitet. Dann kam der Ruf hier nach Magdeburg.


Woran forschen Sie derzeit?
Wir forschen einmal im Bereich Hochwasserrisikomanagement, um z. B. Hochwasserschutzmaßnahmen besser und effektiver planen zu können oder versuchen die Hochwasservorhersage zu beschleunigen. Man hat im Ahrtal gesehen, was eine gute Vorhersage machen kann oder was passiert, wenn keine da ist. Wir forschen aber auch im Bereich Niedrigwasser – das ist das andere hydrologische Extrem. Vom Hochwasser ins Niedrigwasser, um dort risikobasierte Ansätze zu entwickeln, damit die Planung verbessert werden kann.

Was macht die Lehre an der Hochschule besonders?
Man hat mit jungen Leuten zu tun und gibt sein Wissen weiter – so ähnlich wie der alte Geschichtenerzähler früher am Lagerfeuer. Man hat immer mit neuen Leuten zu tun, das finde ich sehr spannend und ich freue mich, wenn das neue Semester anfängt. Es macht immer Spaß mit den Studierenden zu arbeiten.
 

Vor welchen zukünftigen Herausforderungen wird die Wasserwirtschaft stehen?
Wenn die Extremereignisse zunehmen – was zu befürchten ist – dann werden wir uns mit Hochwasser beschäftigen müssen bzw. wie wir uns noch besser vor Hochwasser schützen können, was dann in den Bereich Klimaadaption geht. Aber auch mit Niedrigwasser: Können unsere Schiffe noch fahren? Haben wir noch genug Wasser, um es für die Industrie zu entnehmen? Welche Techniken gibt es, um Wasser besser wieder zu verwenden? Das sind nur einige Herausforderungen, die gelöst werden müssen.


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Veröffentlicht am 8. Januar 2026

Interview: Phoebe Koschnieder

Foto: Matthias Piekacz & Laura Naujocks

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