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Als Projektmitarbeiterin ist Julia Knipp im Sport- und Gesundheitszentrum (SGZ) der Hochschule Magdeburg-Stendal vor allem für das internationale Healthy Campus Label zuständig. Ihren Bezug zur Hochschule hat sie bereits im Studium aufgebaut, denn sie absolvierte hier den Masterstudiengang Gesundheitsfördernde Organisationsentwicklung. „Dadurch kenne ich sowohl die Studierenden- als auch die Mitarbeitendenperspektive und das hilft mir sehr in meiner heutigen Arbeit.“

Ein Zentrum für Bewegung und Gesundheitsförderung

Das SGZ vereint den Hochschulsport mit vielfältigen Angeboten im Bereich Gesundheitsmanagement. „Natürlich ist der klassische Hochschulsport ein großer Bestandteil“, so Knipp. „Aber wir bieten darüber hinaus auch Ernährungsberatung, BIA-Messungen, Personal Training, EMS-Training oder buchbare Massagen für Studierende und Beschäftigte gleichermaßen an.“ Ergänzt wird das Angebot durch Workshops, Gesundheitstage und thematische Veranstaltungen etwa zur psychischen Gesundheit oder Stressbewältigung.

International ausgezeichnet: Der Healthy Campus

Ein besonderes Projekt ist das Healthy Campus Label der FISU. „Das ist ein internationales Zertifikat, das Hochschulen weltweit für ihre gesundheitsfördernde Gestaltung auszeichnet“, erklärt Julia Knipp. Bewertet werden unter anderem Bereiche wie mentale Gesundheit, Ernährung oder der Umgang mit Risikoverhalten.

Die Hochschule Magdeburg-Stendal wurde als eine von wenigen deutschen Hochschulen mit dem höchsten Zertifikat, dem Platin-Label, ausgezeichnet. „Darauf sind wir natürlich sehr stolz“, sagt Knipp. „Aktuell befinden wir uns im weiterführenden Auditprozess. Dabei wird geprüft, wie wir die eingereichten Maßnahmen konkret umsetzen.

Gesundheitsmanagement im Hochschulalltag

Neben dem Healthy Campus Projekt und dem Hochschulsport bildet das Gesundheitsmanagement einen weiteren zentralen Aufgabenbereich des SGZ. Aktuell stehen unter anderem die Auswertung einer Beschäftigtenbefragung sowie Workshops zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen im Fokus.

Programme wie die „Health Coach“-Schulung oder die Ausbildung von „MHFA Ersthelfer:innen“ stärken zudem die Gesundheitskompetenz innerhalb der Hochschule. „Wir möchten Multiplikator:innen ausbilden, die Gesundheitsthemen weitertragen und im Alltag ansprechbar sind“, erklärt Knipp.

Mit der „Gesunden Stunde“, die im Rahmen des Studium Generale angeboten wird, gibt es außerdem kompakte Weiterbildungsformate zu wechselnden Gesundheitsthemen.

Räume, die Gesundheit fördern

Auch räumlich setzt das SGZ Impulse. In Haus 15 befinden sich neben Büroräumen ein modern ausgestatteter Besprechungsraum mit ergonomischem Mobiliar wie Desk-Bikes, Laufbändern und höhenverstellbaren Tischen sowie eine Bewegungshalle für Sportkurse. „Wir wollen zeigen, wie gesundes Arbeiten praktisch aussehen kann“, sagt Knipp. Ergänzt wird das Angebot durch ein Co-Working-Space und Rückzugsmöglichkeiten.

Warum Gesundheitsförderung so wichtig ist

Gerade in der Phase des Studiums sieht Knipp großen Handlungsbedarf: „Studierende stehen oft unter Leistungsdruck, müssen sich selbst organisieren und befinden sich in einer prägenden Lebensphase zwischen Jugend und Beruf.“ In dieser Zeit würden Routinen entstehen, die langfristig wirken. „Stressbewältigung, Bewegung, Ernährung und Schlaf. Das sind Grundlagen, die man idealerweise früh verankert.“

Zugleich trage die Hochschule Verantwortung als Arbeitsort für ihre Beschäftigten. „Gesundheitsförderliche Strukturen zeigen, dass Institutionen Verantwortung übernehmen.“

Und nicht zuletzt wirke ein gesunder Campus über die Hochschule hinaus: „Absolventinnen und Absolventen nehmen ihre Erfahrungen mit in Unternehmen, Politik und Gesellschaft. Das hat einen Multiplikatoreffekt.“

Eine klare Botschaft

Was möchte sie den Studierenden mitgeben? Julia Knipp formuliert es so: „Erfolg braucht Energie. Wer gut durch das Studium kommen möchte, sollte gut für sich selbst sorgen.“

Das SGZ versteht sich dabei als unterstützender Partner, mit offenen Türen, vielfältigen Angeboten und dem klaren Ziel, Gesundheit als festen Bestandteil des Hochschulalltags zu verankern.

Podcast "Health2go"


Aufgeschrieben von Laura Nagy l Fotos: Laura Nagy und Matthias Piekacz l Veröffentlicht am: 28.04.2026


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